Freitag, 29. April 2016

Ganz viel Post...

... habe ich diese Woche verschickt und auch bekommen. Ist es nicht herrlich etwas anderes im Briefkasten zu finden als Rechnungen und Werbung?
Das ist mit ein Grund, warum ich auch dieses Jahr umbedingt wieder beim Stoffkartentausch mitmachen musste. Es ist einfach so schön, Karten zu einem bestimmten Thema zu gestalten und dann gespannt abzuwarten, was einem selbst in den Briefkasten flattert und natürlich auch, ob den Mädels gefällt, was ich mir für sie überlegt habe.
Diese Woche zum Beispiel lag wieder eine ganz zauberhafte Karte in meinem Briefkasten. Ich hab mich sehr über Sandras Spitze, Glitzer und Blingbling-Werk gefreut. Ich zeuge euch die Karte dann standesgemäß in einem extra Post, sobald alle angekommen sind.
Meine Karten habe ich diese Woche auch endlich verschickt und ich weiß von den meisten, dass sie gut angekommen sind. Aber bis ich mir ganz sicher bin, dass alle Karten gut bei ihren Empfängerinnen eingetroffen sind, kann ich euch meine Schätzchen auch noch nicht zeigen. Da muss ich euch jetzt leider noch ein bisschen auf die Folter spannen.

Marita habe ich aber nicht nur ihre Jeansstoffkarte geschickt sondern auch noch vier Drainagetaschen für ihre tolle Aktion.


Es war mir ein großes Anliegen, ihre Aktion zu unterstützen, auch wenn ich das durch meine eigene Krankheit fast nicht geschafft habe. Aber es hat mich daran erinnert, dass ich doch großes Glück habe, denn immerhin ist mein Leben nicht in Gefahr. Ich hoffe sehr, dass die Taschen ihren neuen Besitzerinnen dann große Freude machen werden.

Glück hatte ich diese Woche aber auch noch auf andere Weise. Mein Highlight am Montag Morgen war nämlich die Entdeckung, dass ich bei Petra eines ihrer Schmucksets gewonnen hatte, die sie anlässlich ihres Bloggeburtstags verlost hatte.


Und schneller wie der Wind kam das Schmuckset bei mir an und musste erstmal ausgiebig bewundert werden. Sind Ring und Anhänger nicht wunderschön? 
Ich hatte ein bisschen Sorge wegen des Ringes. Ich habe nämlich so dürre Finger, dass die meisten Ringe weit drumherumschlackern und ich sie nicht tragen kann. Aber ich bin ganz glücklich, der Ring passt. (Nur dürfen meine Finger auch keinen Millimeter dünner werden. ;) )

Zusammen mit Petras Päckchen kam auch noch eine Postkarte meiner Freundin. Wir wohnen zwar nicht sehr weit von einander entfernt, aber es reicht, dass wir uns nur ab und an treffen können. Meistens kompensieren wir das mit ausgiebigen Mails, aber diesmal gab´s analoge Post. 


Ich musste schmunzeln, bei ihr hat immer alles einen tieferen Sinn. 

Auf jeden Fall war die ganze Post ein riesen Grund zur Freude für mich und deshalb findet ihr diesen Beitrag auch beim Freutag wieder.

Habt alle ein wunderschönes Wochenende! Ich versuche dann mal auf neuen Wegen unterwegs zu sein. ;)

Liebe Grüße
                       Andrea






Dienstag, 26. April 2016

Zylindertasche

Jaaaaa, ich hab es mal nicht auf den allerletzten Drücker geschafft, nein diesmal ist es nur der letzte Drücker. ;) Aber egal, meine Zylindertasche ist auch rechtzeitig fertig geworden und möchte gerne gezeigt werden.


Genäht habe ich sie aus meinem geliebten blau, türkis, grün und gelb gemusterten Stoff, der mich aus irgendeinem Grund immer an Wasser mit Wiese und Sandstrand erinnert. Kombiniert habe ich ihn mit Jeans für die Haupteile und gelben Leinen für die Seitenteile und die Innenteile der Träger.


Diesmal habe ich tatsächlich auch nicht vergessen ein Label anzubringen. ;) Die Träger habe ich mit Füllwatte ausgestopft, nicht weil mich die Idee besonders überzeugt hätte, sondern weil die Schlaufen sonst einfach nicht stabil genug gewesen wären. Aber so übel ist das jetzt gar nicht.


Mir gefällt meine Zylindertasche richtig gut. Sie ist perfekt für Frühling und Sommer geeignet. Sie ruft nach Freibad oder Strand, nach Picknick im Grünen oder Sport im Park. 

Ich habe allerdings ganz schon mit dem Annähen des Futters gekämpft. Ich glaube, würde ich die Tasche nochmal nähen, dann würde ich zuerst das Futter und dann den Außenteil zusammensetzten. So hatte ich kaum die Möglichkeit das Futter zu vernähen, ohne dass es sich dabei verzieht. 

Trotzdem bin ich mit meiner Zylindertasche sehr zufrieden, auch wenn sie nicht ganz perfekt ist. Aber hey, am Ende glaubt ja sonst keiner, dass sie handgemacht ist. ;)

Meine schöne neue Tasche schicke ich jetzt zu Emmas Linksammlung, zum Creadienstag, zu HoT, zu TT - Taschen und Täschchen, zu Mount Denim ade, zum Taschen Sew Along, zu old Jeans new Bag und zu alte Jeans neues Leben. Und ich versuche, bei der nächsten Tasche mal nicht mit einem Recyclingprojekt um die Ecke zu kommen. Sonst wird es ja langweilig. ;) 

Liebe Grüße
               Andrea



Schnitt: Zylindertasche, Taschenspieler 3-CD von fabenmix
Stoffe: aus meinem Vorrat
Endlosreißverschlüsse: nähkaufhaus.de

Mittwoch, 20. April 2016

Retrotasche

Oder mittwochs mag ich euch erzählen, warum ich nach langem hin und her doch noch die Retrotasche genäht habe und jetzt mit der Zylindertasche wieder hinterherhinke.

Vor ein paar Wochen hab ich meine Patentante besucht. Unsere beiden Hundedamen verstehen sich sehr gut und so ist dann immer Gassi gehen angesagt. Das ist immer sehr schön, denn Roja ist eigentlich eine ziemliche Eigenbrötlerin, aber mit Mia spielt und tollt sie herum wie kaum mit einem Hund. Danach gibt es für Mensch und Tier natürlich auch immer noch was Leckeres. Und wie wir so, diesmal beim Frühstück, zusammensitzen, meint meine Tante, sie hätte da Hosen, die ihr nicht mehr passen würden, ob ich damit etwas anfangen könnte. Aber hallo, klar kann ich und deshalb hab ich ihr auch direkt gesagt, dass ich die gerne nehme. 

Nach ein paar Minuten kam sie dann mit einem ganzen Stapel ausrangierter Hosen und hat auch noch eine Jacke in der Hand. Ein wirklich schönes Stück, teils aus Echt- teils aus Kunstleder. Ob ich damit auch was anfangen könnte. Es wäre ihre Lieblingsjacke, aber das Kunstleder gäbe an etlichen Stellen den Geist auf und so könne sie die nicht mehr anziehen. Es wäre total ärgerlich eigentlich, weil sie die Jacke noch gar nicht so lange hätte. Man hat richtig spüren können, wie sie mit sich kämpfte, die Jacke wegzugeben, aber letztlich sollte ich die auf jeden Fall auch mitnehmen, wenn ich was damit anfangen könnte.

Sofort hatte ich die Idee, ihr aus den brauchbaren Teilen der Jacke eine Tasche zu nähen. Zuerst hatte ich an die Kuriertasche gedacht, aber ich hatte Bedenken, dass meine Nähmaschine die Abnäher mit dem dicken Leder nicht schafft und bei den Kunstlederteilen war ich mir auch nicht so sicher, ob das dann noch halten würde. Also hab ich das ganze erstmal aufgeschoben. 

Die Retrotasche wollte ich dann wieder mal eigentlich gar nicht nähen, dann hatte ich einen Stoff, den ich mir gut dafür vorstellen konnte, aber mir fehlte irgendwie der richtige Kombistoff und dann sah ich die Beispiele mit den abgesetzten Klappen und mir viel die Lederjacke wieder ein. Klar dafür war der Schnitt perfekt und so habe ich meiner Tante aus einer Jeans und der Jacke eine neue Tasche gezaubert.


So kann sie jetzt ihre Lieblingsjacke doch noch tragen. Den Taschenkörper habe ich aus der Jeans geschnitten, die Klappe war früher mal das Rückenteil der Lederjacke. Ich kann total verstehen, dass das mal ihre Lieblingsjacke war. Die Kombination aus Echt- und Kunstleder sieht großartig aus und musst auf jeden Fall erhalten bleiben.


Die Seitenteile habe ich dann noch aus den ledernen Jackenärmeln geschnitten. Ich finde, die originale Naht macht sich richtig gut daran. 


Lieder hat das Kunstleder echt eine Sch***-Qualität und platzt schon beim schief angucken auf. Unten an der Kante kann man das gut sehen. Hat mich sehr geärgert, aber bei einer Retrotasche darf der Rand der Klappe ruhig etwas angefressen sein, dachte ich. Vintage nennt sich das, oder? ;)
Schlimmer war die Tatsache, dass sich die feinen Risse, die das Kunstleder weiter oben teilweise hatte, sich noch vertieft haben und das Kunstleder dort dann auf einmal auch so angefressen aussah. Also was tun wenn´s brennt?

Ewig hab ich hin und her überlegt, wie ich das ganze denn jetzt noch rette. Die Tasche an sich war ja fertig, aber ich hätte mich jetzt nicht mehr getraut, da noch großartig irgendetwas aufzutrennen. Zuerst habe ich daran gedacht einen Plot darüberzubügeln, aber dann war ich mir nicht sicher, ob das bei dem Material klappt und DIE Datei dafür habe ich auch nicht gefunden. Dann habe ich daran gedacht die Klappe zu bemalen und das ganze quasi als alte rissige Leinwand darzustellen. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich das auf Anhieb hinbekommen würde. Ich hab schon so ewig nicht mehr gemalt und die Tasche zu verhunzen wollte ich nicht riskieren. 


Und dann bin ich über die Schmetterlinge nach dem Freebook Butterfly charm blocks gestolpert. Ich hatte sie schon vor einiger Zeit bei Instagram entdeckt und einen Schmetterling für ein anderes Projekt (kommt bald) bereits genäht. Als ich ihn mal probeweise auf die Klappe legte, war sofort klar, andere Farbe und das passt perfekt. Und so ist dann noch schnell dieser lustige Geselle hier entstanden. Er ist noch nicht perfekt, aber für mein zweites Projekt dieser Art bin ich ganz zufrieden. Ich übe noch weiter und dann wird es sicher noch besser.


Weil ich ja nicht mehr trennen wollte und konnte, hab ich ihn einfach durch beide Schichten aufgenäht. Das ist zwar nicht schön aber selten. Half ja nichts, aber so war die Tasche wenigstens gerettet.

Geschlossen wird meine Retrotasche wie ihr ganz oben erahnen könnt mit einem Magnetschloss. Zuerst wollte ich eigentlich silberne Schlösser anbringen, aber das Kunstleder, ihr wisst schon. So erschien es mir sicherer.

Nachdem sie fertig war, musste ich die Tasche auch gleich an meine Tante loswerden. Ich war einfach so gespannt, was sie sagen würde. Also haben wir uns ganz kurzfristig  und auf die Schnelle verabredet und...
 sie war sprachlos!
Irgendwann kam nur, wie sie das wieder gutmachen könnte. 
Gar nicht nötig. Es hat mir so eine riesige Freude bereitet, ihr ihre Lieblingsjacke auf diese Weise zurückgeben zu können, auch wenn mich das ganze Unterfangen ziemlich viele Nerven gekostet hat und euch diesen ellenlangen Text beschert. ;)

Meine Retrotasche macht sich damit aber mal wieder am letzten Tag ganz eilig auf den Weg zu Emmas Sammlung der Retrotaschen, zu TT - Taschen und Täschchen, zu old Jeans new Bag, zu alte Jeans neues Leben, Mount Denim ade und natürlich wie oben bereits erwähnt zu MMI.

Ich hoffe, ihr hab meinen langen Text alle gut überstanden und wünsche euch eine wunderschöne Wochenmitte.

Liebe Grüße
                      Andrea 


Schnitt: Retrotasche, Taschenspieler 3-CD von fabenmix
Stoffe: alte Jeans und Lederjacke, Futter vom Stoffmarkt
Schmetterling: butterfly charm blocks

Dienstag, 19. April 2016

Hand drauf! ;)

Schon länger hab ich für meinen Kleinen keine Klamotten mehr genäht. Na ja, irgendwie hatte ich in letzter Zeit ja generell wenig Kleidung für uns genäht. Ich kann gar nicht sagen, wie das kommt. Vielleicht war einfach genug im Schrank. 

Aber jetzt wurde es eindeutig Zeit für einen neuen Pulli. Wollte der junge Mann früher kaum wachsen, schießt er jetzt scheinbar täglich in die Höhe. Oder aber die Pullover werden auf einmal einfach kleiner. ;)

Den Stoff für den Pulli hatte ich schon vorletztes Jahr auf dem Stoffmarkt gekauft und sogar schon den Schnitt abgepaust und ausgeschnitten (das zählt jetzt echt nicht grade zu meinen Lieblingsübungen beim Nähen). Aber weiter bin ich damals mit dem geplanten Shirt nicht gekommen. Irgendwie war immer was anderes. Aber nachdem ich mir meine Jacke gegönnt hatte, hatte ich Lust noch mehr Kleidung zu nähen. Zeit die alte Idee umzusetzen bevor der junge Mann nichts mehr aus dem schönen Streichelstöffchen haben will. Natürlich war der abgepauste Schnitt inzwischen nicht mehr in der richtigen Größe und ich musste nochmal neu abzeichnen. :( Selber Schuld, wenn man sich so lange Zeit lässt.


Aber wenn ich mir das Ergebnis so angucke, bin ich sehr zufrieden und die Arbeit hat sich gelohnt. Als ich meinem Kleinen den Pulli gezeigt habe, ist er mir erstmal um den Hals gefallen, so begeistert war er. Mehr Lob kann es wohl eh nicht geben. Und ich genieße es sehr, dass er sich noch von mir benähen lassen will.


Besonders gut gefällt mir, dass der Schnitt oben unterteilt ist. Ich kombiniere gerne gemusterte Stoffe mit unifarbenen. Ich finde, das bringt einfach mehr Ruhe in die Sache. Nur Muster ist mir einfach zu viel Muster.


Auch die kleine schwarze Tasche ist ein hübscher Hingucker an dem Schnitt.

Aber am allermeisten bin ich natürlich immer noch in den tollen Stoff mit den Händen verliebt. Am Liebsten würde ich mir ja auch noch was daraus nähen. Aber ich weiß nicht, ob mein Sohn das so cool fände. Deshalb werde ich das wohl lassen.

Dafür darf der Pulli jetzt aber Schaulaufen und zwar beim Creadienstag, bei HoT, bei Kiddikram und bei Made4Boys.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und habt vielen Dank für´s vorbeischauen. Ich freue mich wirklich sehr über euren Besuch.

Liebe Grüße
                Andrea



Schnitt: Railway Stripes, Ottobre 1/2014
Stoff: Jersey mit Händen: vom Stoffmarkt
            orangefarbener Jersey: von buttinette
            schwarzer Jersey: aus meiner Restekiste

Freitag, 15. April 2016

Wow

Also das ist doch echt mal einen spontanen Freutag-Beitrag wert. 

Hab grade beim Blick auf die Statistik festgestellt, dass mein Blog gestern mit großem Abstand so häufig wie noch nie aufgerufen wurde. Wahnsinn!


Ich freue mich, dass euch meine Zipfeljacke so gut gefällt. 
Vielen lieben Dank für die vielen vielen Besuche und ein extra dickes Dankeschön an alle, die mir noch dazu ein paar liebe Worte dagelassen haben. Ich muss hier mal grade ein kleines Freudentänzchen aufführen. 

Ich hab ja fast irgendwie den Eindruck, ihr wollt hier mehr Klamotten sehen. Die hab ich in letzter Zeit auch echt vernachlässigt. ;)

Ach ja, und dann hab ich gestern noch das Bärlauch-Rezept ausprobiert, dass Petra freundlicher Weise auf ihrem Blog bereitgestellt hat.


Die Bärlauch-Tomaten-Schnecken sind total lecker! Die kann ich euch wirklich nur ans Herz legen. Gutes Essen ist für mich ja immer eine Freude. Wenn es nichts ordentliches zu essen gibt, ist das der sicherste Weg bei mir für schlechte Laune zu sorgen. ;)

Dann war natürlich noch das zauberhafte Frühlingswetter. Habt ihr das auch so genossen wie ich? Wirklich traumhaft. Wobei, das erste Gewitter hätten wir dann für dieses Jahr auch schon hinter uns gebracht.


Jetzt wünsche ich euch ein zauberhaftes Wochenende. Leider soll uns das tolle Frühlingswetter ja nicht erhalten bleiben. Ist aber auch nicht so schlimm, dann ist eben Nähzeit angesagt. Ich will ja jetzt doch noch die Retrotasche nähen und der Schnitt für die Zylindertasche wartet auch schon darauf zusammengeklebt zu werden. Also ich würde sagen, ich bin für Regenwetter gut gerüstet. ;)

Liebe Grüße
                  Andrea

Donnerstag, 14. April 2016

Ich kann auch noch was anderes

Wenn man sich in den letzten Wochen so bei mir am Blog umgeguckt hat, dann konnte man leicht den Eindruck bekommen, ich würde nur noch eins nähen: Taschen, Taschen, Taschen.

Gut im Moment ist es wirklich schwer an Taschen vorbei zu kommen. Da ist die neue Taschenspieler 3 samt zugehörigem Sew Along und natürlich der ganzjährige Taschen Sew Along bei Katharina von greenfietsen. Außerdem bin ich ja irgendwie eh dem Taschenvirus verfallen, so dass ich häufig auch einfach mal so eine Tasche nähe, wenn mir grade danach ist und sie sich noch dazu gut bei irgendeiner anderen Aktion einfügt oder als Geschenk oder eben, weil ich einfach Lust habe eine Tasche zu machen.

Aber ich weiß natürlich immer noch, womit ich beim nähen angefangen habe: nämlich mit dem Klamotten nähen. Erst nur die Kostüme zu Karneval, dann die ersten Shirts und anders für meine Kinder, später für mich und inzwischen habe ich sogar ab und an die Ehre meinen Göttergatten benähen zu dürfen.

Schon letztes Jahr war ich über einen wunderschönen tükis gemusterten Stickstoff gestolpert, den ich mir eigentlich für eine andere Jacke bestellt hatte. Aber als er dann da war, war schnell klar, dass er dafür einfach nicht geeignet war. Ich bin dann ja immer mal gern etwas gefrustet, wenn was nicht so ist, wie ich mir das vorgestellt hatte, und der Stoff landete erstmal im Stoffregal. Ich wusste auch einfach nicht, was ich jetzt damit anfangen soll.

Dann bin ich neulich bei Christine über die Zipfeljacke (ihre Version solltet ihr euch umbedingt angucken) gestolpert und da fiel mir mein Strickstoff wieder ein. Der wäre eine perfekte Zipfeljacke für den Frühling. Ich bin eh ein großer Fan vom Zwiebellook.

Ich war zwar noch ein bisschen skeptisch, ob mir die Jacke am Ende auch steht, denn ich hatte so etwas in der Richtung schon mal an und fand es einfach nur furchtbar, aber im Zweifel ließe sich die Jacke ja weitervererben.


So war ich Ruckizucki stolze Besitzerin dieser wunderschönen Zipfeljacke. Und ich finde sie passt perfekt zu mir.


Auch von hinten kann ich mich mit ihr sehen lassen.


Und das Allerbeste: Sie passt perfekt zu der Kette aus Glaskugeln, die meine Tochter mir geschenkt hat und von der sie immer behauptet, dass ich sie zu wenig trage. Ich bin halt von Herbst bis Frühling Schalmensch. Aber mit der Zipfeljacke habe ich jetzt ein Teil zu dem man diese Kette einfach ausführen muss. Passt doch perfekt, oder?

Und weil das Schätzchen so natürlich bei mir bleibt, ist sie ganz klar ein Fall für RUMS.

Vielen Dank, liebe Christine, für´s Aufmerksammachen. Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich sie nachnähen muss.

Liebe Grüße
                   Andrea



Schnitt: Zipfeljacke von nähen und schneidern (Freebook)
Stoff: von buttinette

Dienstag, 12. April 2016

Ein Schnuffeltuch fürs Märzmädchen

Ich hab´s ja schon häufiger erwähnt, dass der Klapperstorch in der Familie im Moment ganz schön viel zu tun hat. Ende März sind wir nun wieder um ein Familienmitglied reicher geworden und natürlich sollte auch die allererste Cousine meiner Kinder benäht werden.

Aber wie es die Umstände so wollten, habe ich es vorher einfach nicht geschafft, etwas zu nähen und als wir den neuen Erdenbürger dann begrüßen waren, erzählte die frisch gebackene Mama, wie viele Klamotten sie doch für die kleine Dame geschenkt bekommen hätte und sie gar nicht wüsste, wie sie ihr das alles anziehen sollte. 

Ja, das kenne ich noch von vor gefühlten Ewigkeiten, als meine Große geboren wurde. Ich hatte auch Klamotten ohne Ende. Irgendwie hab ich auch den Eindruck, dass die Leute lieber Mädchensachen kaufen, als Klamotten für Jungs. Bei meinem Sohn war das nämlich nicht so extrem. 

Na ja, auf jeden Fall wollte ich dann erstmal keine Klamöttchen nähen, wenn die ja schon im Überfluss vorhanden sind. Deshalb hab ich mich auf die Suche nach einem anderen etwas verspätetem Begrüßungsgeschenk gemacht. Bei Frau Käferin stieß ich dann auf das Labeltuch nach der Anleitung von Edeltraud mit Punkten, dass sie für ihre Kleine genäht hatte und es gefiel mir auf anhieb. Alternative gefunden.


Meine Große hat ihrer kleinen Cousine dann direkt ihren geliebten Rehchenstoff von Stenzo vererbt (Inzwischen ist er dann wohl doch eher uncool. ;) ).


Und ein paar Webbandreste in passenden Farben hatten auch noch genau die richtige Länge.


Das Ohr mit dem Knoten finde ich an dem ganzen Ding total witzig. Das ist bestimmt gut zum Kauen, wenn die ersten Zähnchen irgendwann drücken.


Für die Rückseite habe ich in meinem Vorrat noch ein Stück kuschelweichen braunen Frotteestoff gefunden. Wusste gar nicht, dass ich den habe, aber er ist total klasse und ich kann daraus sicher noch was Schönes machen.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das kleine Märzmädchen auch eine Vorliebe für Etiketten entwickelt und das Spielzeug heiß und innig geliebt wird. Wir werden sehen. Aber kleine Mädchenklamöttchen muss ich trotzdem noch nähen. Sie wächst ja schnell und es gibt ja noch Gelegenheiten wo ein hübsches Geschenk für die Kleine gebraucht wird. ;)

Bis ich es genau weiß, ob sie das Schnuffeltuch lieben wird oder nicht, schicke ich es schon mal zum Creadienstag, zu HoT, zu Meitlisache, zu Kiddikram und zu sew mini.

Liebe Grüße
                 Andrea



Anleitung: Labeltuch von Edeltraud mit Punkten
Stoffe: aus meinem Bestand
Webbänder: Reststücke aus meinem Vorrat

Mittwoch, 6. April 2016

Kuriertasche

Letzte Woche hatte ich den Taschenspieler Sew Along ja ausgelassen. Zum einen weil mir definitiv die Zeit fehlte, zum anderen weil ich nicht wirklich überzeugt war, dass ich die Kuriertasche wirklich nähen möchte. Irgendwie fand ich die Tasche jetzt nicht wirklich ansprechend.

Doch dann hab ich die coole Variante von Lee gesehen und dachte noch so: "Na ja, mit dem richtigen Material ist sie vielleicht gar nicht so übel." Aber einen alten Seesack oder etwas in der Richtung habe ich leider nicht. (Zu dem Thema solltet ihr euch auch umbedingt mal die Knallertasche von Astrid angucken.) Aber mein Interesse an dem Schnitt war zumindestens mal geweckt und ich war mir nicht mehr so sicher, ob ich die Tasche wirklich auslassen will. Dann sah ich Emmas Filzmodelle von denen ich hin und weg war. 

Und dann fiel mir die türkise Filzplatte wieder ein, die bei mir seit über einem Jahr noch fast ungenutzt herumlag. Einzig ein kleines Stück für meinen MugRug hatte ich rausgeschnitten. Und für die Klappe wusste ich auch direkt den richtigen Stoff. Einen, der nur darauf gewartet hat richtig in Szene gesetzt zu werden. Einzig mit dem Futter war ich mir zunächst unschlüssig. Aber zum Glück hatte ich eine gute Beratung. Also fleißig zugeschnitten und dann kam wieder so vieles, was zuerst erledigt werden musste und ich hatte schon damit abgeschlossen, dass ich die Kuriertasche noch rechtzeitig schaffe. Denn die letzten Tage hatte ich wirklich null Nähzeit und heute Morgen habe ich mich nach dem Stress der letzten Tage doch wieder sehr gerädert gefühlt, so dass ich eigentlich nicht nähen wollte.

Aber denn hat sich meine Oma für heute Nachmittag angekündigt und der Stoff, den ich für die Klappe vorgesehen hatte, habe ich von ihr geschenkt bekommen. Da wollte ich ihr gerne zeigen, was mir so in etwa schon vorschwebte, als sie mir das Reststück geschenkt hat. Und so hab ich mich doch noch aufgerafft und habe die Tasche zusammengesetzt. Ich war wirklich überrascht, wie schnell das ging. Bei der Klappe hab ich mal kurz gestutzt, weil ich mir nicht sicher war, wie das mit dem Einschneiden sein musste, denn ich wollte mir den schönen Stoff nicht verhunzen, aber das war schnell geklärt und damit ging´s weiter. 


Und als meine Oma um kurz vor drei hier ankam, konnte ich ihr mein neustes Schätzchen präsentierten. Sie war ganz begeistert und meinte, die wäre ja genauso schön, wie ihre Zirkeltasche. Ich hatte das Gefühl, am liebsten hätte sie sie auch gleich eingepackt. :) Wenn man mir einen Stoff gäbe, könne man sich auf jeden Fall drauf verlassen, dass etwas tolles daraus entstünde. Na ja, ich weiß nicht, ich kenne ja die kleinen Fehler, die vermutlich nur ich sehe. Aber ich freue mich natürlich sehr darüber, dass meiner Oma gefällt, was ich aus "ihrem Stoff" gemacht habe. 


Beim Zuschneiden der Klappe hatte ich auch extra darauf geachtet, dass am Ende möglichst viele der tollen Batiklibellen komplett auf der Klappe zu sehen sind. Ich finde, auf dem Türkis des Filzes kommt er so richtig schön zur Geltung.


Geschlossen wird meine Kuriertasche mangels zweier Steckschlösser (Vorbereitung ist halt alles) mit zwei Magnetknöpfen. Das gefällt mir aber auch ganz gut.


Im geblümten Futter finden sich natürlich auch noch eine Aufsatztasche zur sicheren Aufbewahrung von Geldbeutel und Schlüssel und natürlich anderem Kleinkram, den man in der großen Tasche nicht suchen will. Abgedeckt wird der Reißverschluss mit dem süßen Katzenwebband, dass bei der Bestellung der Taschenspieler 3-CD einfach so mit in den Warenkorb gehüpft ist.  

So jetzt aber schnell noch rüber mit meinem Schätzchen zur Sammlung der Kuriertaschen, bevor die Linkparty heute Abend schließt. Außerdem ist sie natürlich auch wieder bei TT - Taschen und Täschchen zu finden. Und weil nicht nur meine Oma sondern auch ich die neue Kuriertasche total mag, bin ich auch zum ersten mal bei mittwochs mag ich dabei.

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend.

Liebe Grüße
                Andrea



Schnitt: Kuriertasche, Taschenspieler 3-CD von farbenmix
Filz: vom Stoffmarkt
Libellenbatikstoff: Geschenk von Oma
Blümchenstoff: vom Stoffmarkt
Webband: farbenmix
Endloßreißverschluss, D-Ringe und Gurtversteller: von nähkaufhaus.de

Dienstag, 5. April 2016

Kurventasche für die KSW 16

Endlich ist es so weit und ich kann euch zeigen, was ich aus dem wunderschönen Stöffchen von Marita gezaubert habe, dass sie anlässlich der KSW 16 verschickt hat.

Ich hatte euch hier ja schon mal einen Teaser gezeigt und meine Begeisterung kund getan. 


Schnell war für mich klar, dass dieser Stoff auch eine Tasche werden muss und zwar ganz genau, eine  schicke Aufsatztasche und kombiniert mit dunklem Jeansstoff (Ich bin halt Jeansjunkie, ich kann es nicht leugnen). Ein paar Schnitte habe ich angehalten und überlegt und mich letztlich mit Blick auf den Terminkalender beim Taschenspieler 3 Sew Along für die Kurventasche entschieden. Auf die Tasche habe ich mich ohnehin schon gefreut und jetzt bin ich umso glücklicher, dass ich sie mit so einem tollen Stoff nähen konnte.


Und hier seht ihr nun mein Ergebnis. Ist es nicht ein Traum von einer Tasche geworden, perfekt für Frühling und Sommer?
Ich persönlich finde, dass sich insbesondere das Pink und Weinrot hervorragend auf der recycelten dunklen Jeanshose machen.


Die Seite habe ich noch mit ein paar Webbandresten aufgepeppt.


Und die geblümten Henkel lockern das Ganze auf und die Tasche wirkt nicht zu streng.


Gefüttert habe ich die Tasche mit einem hellblauen Stoff mit bunten Punkten in dem sich das Weinrot wiederfindet.


Roja ist von meiner Kurventasche jedenfalls ganz begeistert und musste auch umbedingt mit aufs Foto. Wenn ihr genau hinguckt, seht ihr, dass sie sich schon beim ersten Taschenfoto hineingeschummelt hat. Sie ist halt eine Diva und damit muss sie doch der eigentliche Star der Fotos sein, oder? ;)

Meine Tasche schicke ich nun zu den anderen Ergebnissen der KSW 16 bei Marita, zur Sammlung aller KSW-Werke bei Appelkatha, zu Mount Denim ade, zu old Jeans new Bag, zu alte Jeans neues Leben, zu TT - Taschen und Täschchen, zum Creadienstag und zu HoT, zum Taschenspieler 3 Sew Along und zum Taschen Sew Along, denn das Monatsmotto lautet ja Upcycling - Tasche aus Jeans.
Ui, heute habe ich eine ganz schöne Liste zusammen!

Ich bin schon ganz gespannt auf die übrigen Ergebnisse der KSW 16 und was es heute sonst noch alles so zu entdecken gibt. 

Liebe Marita, dir vielen Dank für die Ausrichtung und Organisation der KSW 16 und dafür, dass ich dabei sein durfte. Ich hatte viel Spaß dabei.

Liebe Grüße
              Andrea


Schnitt: Kurventasche, Taschenspieler 3-CD von farbenmix
Stoffe: KSW 16 Stoff und alte Jeans, sowie Blümchenstoff von butinette und Futterstoff aus meinem Vorrat

Freitag, 1. April 2016

Im März ging´s Rund...

...denn Kreise waren als Monatsmuster ausgegeben.

Und wieder hatte ich gedacht, wird kein Problem. Kreise hast du doch. Ja, mal wieder Pustekuchen. Weit und breit keine Kreise in meinem Stoffregal. In einem Stapel kleiner Stoffrechtecke, die ursprünglich mal Marmeladenglasdeckchen waren, wurde ich dann doch noch fündig.

Also wohl wieder ein "Resteverwertungsprojekt". Aber was? Ich kann ja schlecht jedes Mal Hühner nähen. Also ein kleines Projekt oder etwas, wovon dieses kleine Stückchen Teil sein kann. Grübel, grübel, grübel. Weil es ein roter Stoff war, musste ich irgendwie die ganze Zeit an Liebe denken und wie es dann "rund gehen" kann, wenn man frisch verliebt ist. Wie wäre es also mit Herzen und ich hätte mal wieder Lust auf eine Negativapplikation, so richtig schön abgesteppt. Zu rot macht sich Jeans immer ganz gut. Lange hab ich dran gekaut und dann waren wir ja noch ganz spontan im Urlaub und so musste das ganze warten.

Aber gestern hab ich es dann noch ganz kurzfristig geschafft mein Monatsmusterprojekt zu nähen, worüber ich mich sehr freue, denn ich hatte schon Zweifel, ob ich es diesen bzw. letzten Monat überhaupt noch schaffe. Aber da wir gestern Dauerregen hatten und der Nachwuchs sich anderweitig beschäftigt hat, habe ich die Zeit flugs genutzt.

Was es jetzt geworden ist? Schaut selbst!


Auf die Gefahr hin, dass ihr sagt, oh Gott schon wieder mal einer, aber es musste ein Geldbeutel von der neuen Taschenspieler CD werden. Irgendwie habe ich genau den vor meinem inneren Auge habe ich genau das für meine Herzen gesehen. Denn auch wenn ich ihn selbst wohl nicht als Geldbeutel benutzen würde, die Form und auch die Machart gefällt mir.


Hier könnt ihr die Kreise nochmal genauer in Augenschein nehmen. Ein hübscher Stoff, oder? Davon hätte ich gern mehr gehabt. 


Und ich habe sogar mal dran gedacht, mein Label anzubringen. ;)


Um so mehr ärgert es mich, dass meine Maschine beim Abnähen an den Ecken rumgezickt hat. An den aufeinandertreffenden Nähten war ihr das wohl zu dick und sie hat da Kuddelmuddel produziert. Das muss ich noch irgendwie beheben. Die Frage ist wie am Besten.


Ansonsten kann sich der Geldbeutel auch von innen sehen lassen. Und von der Stabilität her gefällt mir dieser hier besser als der Erste, bei dem ich dünneres Vlies verwendet habe. Aber wenn es dann mit dem Abnähen nicht mehr klappt, werde ich wohl beim nächsten wieder das nehmen. Hilft ja nicht.


Ich wünsche euch allen ein wunderschönes sonniges Frühlingswochenende! Habt alle eine gute Zeit. Ich fange dann schon mal langsam an, mich mit dem Thema uni auseinanderzusetzen. Was ich da wohl machen kann? Und hab ich eigentlich noch unifarbenen Stoff? Hm, schauen wir mal!

Liebe Grüße
               Andrea



Schnitt: Geldbeutel, Taschenspieler 3-CD von farbenmix
Stoffe: Resteverwertung
Endlosreißverschluss: nähkaufhaus.de