Freitag, 5. August 2016

Fionas Reisebericht

Ups, ich hab grade festgestellt, dass ich euch ja noch Fionas Reisebericht schuldig bin. Da hat die Liebe sich noch so eine Mühe gemacht, alles aufzuschreiben, was sie so bei mir erlebt hat, und ich vergesse einfach, das Ganze zu veröffentlichen. Na ja, es passt im Moment einfach, das musste auch die arme Fiona feststellen. Lieder konnten wir nämlich bei weitem nicht alles machen, was ich mir für ihren Besuch vorgenommen hatte. Aber ein bisschen was hat sie dann doch bei mir erlebt.


Aber davon kann sie euch selber erzählen:

Hallo, ihr Lieben! 
Schon wieder melde ich mich von einer meiner Stationen auf meiner aufregenden Reise rund um die Welt.


Im Mai hatte Andrea der lieben Maika im Rahmen des Stoffkartentausches eine Stoffkarte zum Thema Stadt, Land, Fluss geschickt, die sie sofort neugierig auf das Mittelrheintal gemacht hatte. Die habe ich bei Maika entdeckt und war auch direkt total neugierig, wie es da so ist. Sieht doch echt spannend aus, oder? 
Umso glücklicher war war ich, als Maika mir sagte, dass ich eine Reise dorthin unternehmen dürfte.


Pünktlich zu Andreas Geburtstag traf ich bei ihr ein und durfte direkt kräftig mitfeiern. Es gab leckeren Kuchen und so viel nette Gesellschaft.

Und dann begann für mich eine Woche voller Abenteuer:
Es ist schon wirklich Wahnsinn und das hätte ich nicht geglaubt, wenn mir das jemand einfach nur erzählt hätte, aber es ist wirklich so, dass man im Mittelrheintal quasi immer, egal wo man gerade geht oder steht, von einem Hauch Geschichte umgeben ist. Von Andreas zu Hause aus kann man allein schon zwei Burgen bzw. Burgruinen und ein Schloss sehen. Geht man ein Stück den Berg hinauf in den Wald, so steht man schon auf einem alten germanischen Thingplatz (dort fanden früher z. B. Gerichtsverhandlungen statt), findet die Überreste einer keltischen Siedlung oder einen alten Steinbruch in dem schon die Römer Felsblöcke für ihre Bauwerke brachen. Fährt man ein Stück herum, so hat man das Gefühl bei jedem Blick aus dem Fenster eine neue Burg oder ein anderes Schloss zu entdecken. Und zu jeder gibt es unzählige Geschichten, die bis heute erzählt werden. Andrea hat mir einige davon erzählt und ich kann euch sagen, die sind teilweise ganz schön gruselig. Besonders vor den Drachen, die hier gelebt haben sollen, hatte ich schon ein bisschen Angst. Aber Andrea meinte, ich bräuchte mich nicht zu fürchten. Wegen meiner Hautfarbe würden mich die Drachen, sollten hier nochmal welche auftauchen, sicher für einen Babydrachen halten und mir nichts tun. Das klang sehr überzeugend und ich war doch etwas beruhigter.


Deshalb war ich auch ganz mutig, als Andrea bei einer Wanderung ein Foto von mir und diesem stolzen Torwächter eines Schlosses machen wollte. Erst hinterher hab ich erfahren, dass das da gar kein Drache sondern ein Greif ist. Da hätte ich ja doch wieder ein bisschen Angst gehabt. Na Gott sei Dank, war der nicht echt! 
Wer gerne Wandern geht, ist im Mittelrheintal übrigens nicht schlecht aufgehoben. Es gibt dort jede Menge gut ausgeschilderte Wanderwege an denen ihr vieles von dem, was ich euch bereits beschrieben habe, entdecken könnt.


Ich musste natürlich die Weinberge erkunden, die Andrea auf ihrer Karte schon beschrieben hatte. Dass aus den kleinen Dingern mal ein Wein werden soll, das kann ich mir kaum vorstellen. Aber Andrea hat mir versichert, dass es so ist und es hier ganz viele Winzer gibt, die hart in ihren Weinbergen arbeiten um einen guten Wein herzustellen.


Dort bin ich auch diesem großen grünen Ungeheuer begegnet. Ich hab mich gar nicht so richtig herangetraut. Nein, ein Drache ist es nicht. Entdeckt ihr denn den großen Grashüpfer?


Natürlich musste ich auch einen Blick in die Vulkaneifel werfen. Könnt ihr euch vorstellen, dass dort hinten mal Vulkane brodelten und Asche und Lava in die Luft schleuderten und die Lavabomben kilometerweit flogen? Sieht doch echt friedlich aus. Und dann kommt Andrea daher und sagt mir, dass ich gerade auf dem Kegel eines Schlammvulkans stehe. Gruselig! Sie hat mir erzählt, dass man an den Maaren immer noch immer noch beobachten kann, wie vulkanische Gase aufsteigen. Da würde es ganz schön blubbern. Und manch ein Fels ist gelb verfärbt, weil sich dort Schwefel ablagert. Das Ganze würde darauf hindeuten, dass die Vulkane der Eifel nur ruhen, nicht aber, wie man oft sagt, erloschen sind. Auch die Geysire, die hier noch springen, sind ein Hinweis darauf. Hin und wieder gäbe es sogar Erdbeben.
Ganz ehrlich, ich hab kurzzeitig überlegt, ob ich Andrea fragen soll, ob sie mich sofort weiterschickt auf meiner Reise. Mir war es wirklich mulmig zu Mute! Aber ich bin ja eine echte Abenteuerin und echte Abenteuerinnen müssen sich todesmutig der Gefahr stellen. Also bin ich doch noch ein bisschen geblieben.


Und wer genug hat vom Burgen besichtigen und Wandern, der kann am Rheinufer ganz entspannt die Seele baumeln lassen. Oder eine Rundfahrt mit einem Schiff machen. Oder man setzte sich in ein schönes Café oder einen Biergarten und schaut den Rheinfrachtern zu. Ach, auch da gibt es jede Menge Möglichkeiten.

Bei Gelegenheit muss ich auf jeden Fall nochmal herkommen, damit Andrea und ich all das nachholen können, was wir aufgrund des schlechten Wetters und anderer widriger Umstände nicht machen konnten. 

Bis bald!
                Eure Fiona


So, ich hoffe, euch hat Fionas kleiner Reisebericht über ihren Besuch bei mir gefallen. Inzwischen hat sie ihre Reise fortgesetzt und wird sich mit Sicherheit bald von der lieben Janet aus melden.

Liebe Grüße
                  Andrea

Kommentare:

  1. Liebe Andrea,
    da hattest du ja lieben Besuch von Fiona und ihr habt so schöne Bilder gemacht.
    Es hat mir sehr gut gefallen der bericht von Fiona was sie so alles erlebt hat. Ich hoffe das es klappt mit dem persönlichen Besuch, wir würden uns sehr freuen.

    Liebe Grüße
    Marita

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  2. Na da werde ich ja schon ein bisschen neidisch auf Fiona. Das klingt sehr nach spannenden Abenteuern. Ein toller Reisebericht! Den werde ich mal meiner Räuberbande zeigen, wer weiß wo uns die Straße in unserer Urlauszeit hinführt.
    LG Sandra

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  3. Fiona hat mir schon viel von ihrem Besuch bei dir erzählt ;o)
    Ich Danke dir auch ganz herzlich für das wundervolle Schutzengelchen. Ich bin total verliebt darin.
    Herzliche Grüße, Janet

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  4. Oh ist das schön! Wie toll, eure gemeinsame Zeit hier "miterleben" zu können. Es sieht nach viel Spaß und mindestens genauso viel Geschichte aus. Ich sollte dringebd auch mal in deine Gegend kommen - natürlich mit Fiona, denn sie kennt sich da ja jetzt aus. Ganz lieben Dank für deine Gastfreundschaft- und das, obwohl es gerade eigentlich ja zeitlich gar nicht so einfach war. Danke!!!!LG maika

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Hallo ihr Lieben,

herzlichen Dank für euren Kommentar! Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich über jeden einzelnen freue! Manchmal kann es ein bisschen dauern, bis ich die Kommentare freischalte, also nicht erschrecken, wenn ihr sie nicht gleich sehen könnt.

Herzlichste Grüße
Andrea